Posts mit dem Label Ausstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ausstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 19. Mai 2026

Patchworktage Suhl



Unsere Patchworkgruppe Freisinger Schnipsis hat in Suhl bei den Patchworktagen vom 15. bis 17. Mai die Kalenderquilts 2026 ausgestellt.

 

 

 

 

 

Darüber hinaus hatte Barbara Lange  eine Personalausstellung ihrer Quiltreihe "Peinliche Mütter", in der sie ungewöhnliche Frauen der Vergangenheit und Gegenwart porträtiert. 

Personen im Bild: von links nach rechts Barbara Lange, Gabi Fischer, Tatjana Czekalla, Birgit Schrader, Margit Hettler, Gonhild Murmann, Eva Wöhrl, Heidi Hombsch

 

 

Sonntag, 17. November 2024

Schnipsis interNAHTional

Ausstellung

Nach dem großartigen Erfolg der Ausstellung „Europa – wir gehören zusammen“ im Freisinger Sporrer-Keller, die im Rahmen des Korbinian-Jubiläums gezeigt wurde, kehren die Freisinger Schnipsis an ihren gewohnten Ausstellungsort, das Alte Gefängnis, zurück. Die zweite Ausstellung der Quiltgruppe in diesem Jahr präsentiert neben Quilts zum Thema Europa und Bayern weitere textile Arbeiten der letzten beiden Jahre. 




Die Künstlerinnen werden anwesend sein, um ihre Werke vorzustellen und Ihre Fragen zu beantworten. Es werden einige genähte Kleinigkeiten zum Verkauf angeboten werden.

Zusätzlich werden für interessierte Besucher*innen verschiedene Techniken vorgeführt und erklärt, die auch gleich vor Ort ausprobiert werden können. 

Für Rätselfans gibt es ein textiles Gewinnspiel.


 

 

 

 

 

5. – 8. Dezember 2024
Do Vernissage 19 Uhr
Fr 14 – 19 Uhr, Sa 10 – 19 Uhr, So 10 – 18 Uhr

Altes Gefängnis
Obere Domberggasse 16
85354 Freising

Wir freuen uns, wieder viele Gäste begrüßen zu dürfen.

Dienstag, 8. Oktober 2024

Die Verwandlung eines Raumes

Entgegen unserer alten Gewohnheit, im Freisinger Gefängnis auszustellen, haben wir uns einen neuen Raum erschlossen: den Sporrerkeller in der Weihenstephaner Straße 1.

Von weitem sind die Fahnen zu erblicken, die auf unsere Ausstellung hinweisen. Gabi und Barbara haben sie aufgehängt.

 

Der Eingang ist von einem Bären markiert, an der Tür hängt unser Ausstellungsplakat. Der recht versteckte Sporrerkeller dürfte also jetzt gut zu finden sein.

Die Verwandlung eines Raumes: das obere Foto zeigt den Kellerraum, bevor die Quilts aufgehängt sind, das untere danach.


Noch ein Eindruck:


Wir freuen uns sehr auf zahlreiche Gäste.

Die Quiltissage mit Bierbegleitung findet am Donnerstag, 10.10., um 18 Uhr statt.








Sonntag, 20. November 2022

Ausstellung im Alten Gefängnis

 12 Frauen + 1 Thema = 1 Kalender



Jedes Jahr suchen wir Freisinger Schnipsis uns ein gemeinsames Thema. Dazu fertigt jede von uns einen Quilt. Die einzigen Vorgaben sind dabei das Thema und die Größe. Das Thema wird von jeder in ihrer eigenen Interpretation umgesetzt, alle Techniken, Designs und Farben sind erlaubt.
Am Ende entsteht aus den Bildern der 12 Quilts ein Kalender für das neue Jahr.

In unserer diesjährigen Ausstellung können Quilts zu drei Kalendern zu den Themen "Zeitreise", "Gegensätze" und "Schrift" besichtigt werden. Daneben werden verschiedene Quilts der einzelnen Mitglieder gezeigt, welche zum Teil schon bei anderen Ausstellungen prämiert worden sind.

Der Kalender für 2023 kann während der Ausstellung käuflich erworben werden. 



Vom 15. bis 18. Dezember 2022
Altes Gefängnis, Obere Domberggasse 16,
85354 Freising

Donnerstag ab 19.00 Uhr Vernissage
Freitag 14 bis 19.00 Uhr
Samstag 10 bis 19.00 Uhr
Sonntag 10 bis 18.00 Uhr


Samstag, 16. November 2019

Vollendete NahtSachen


Ausstellung im Alten Gefängnis Freising


Die Freisinger Schnipsis laden herzlich ein

zur Vernissage am Donnerstag, 5.12.2019 um 19.00 Uhr

und zu den Öffnungszeiten:

Freitag 6.12., 14.00 – 19.00 Uhr      
Samstag, 7.12., 10.00 – 19.00 Uhr      
Sonntag, 8.12., 10.00 – 18.00 Uhr





Bereits zum siebten Mal präsentieren die 12 Freisinger Künstlerinnen ihre Quilts im Alten Gefängnis in Freising. Gezeigt werden ca. 60 Quilts aus den letzten drei Jahren. Einige der Kunstwerke waren schon in Ausstellungen in Europa und Asien unterwegs und wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

Regelmäßig stellt sich die Gruppe ein Thema, zu dem jede nach ihrem eigenen Design und in ihren bevorzugten Techniken einen Quilt herstellt. Eine der wiederkehrenden Aufgaben ist die Gestaltung eines Kalenderblattes. In der Gefängnisausstellung präsentieren die Quilterinnen die Ergebnisse dreier Jahre.

2018 zeigte der Kalender, wie sich jede Frau die „Reise ans Ende der Welt“ vorstellt. Die Themenbreite reicht dabei von fernen Kontinenten, wie dem Vollmond in Japan, über Tiefseewesen bis zum Jüngsten Tag.

Für den Kalender 2019 beschäftigte sich die Gruppe Quilterinnen mit den Jahreszeiten. In jedem Monat leuchtet typisches Zeichen auf: im Januar zum Beispiel eine Schneeflocke, im November Martinslaternen.

In diesem Jahr lautete das Thema „Tanz“ . Es ist wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Ideen zu dem jeweiligen Thema sind und wie vielfältig und fantasievoll sie umgesetzt werden. Auch diese Werke werden in der Ausstellung zu sehen sein, der Kalender 2020 kann hier erworben werden.
Von diesen drei Kalenderjahren werden die Quilts gezeigt, darüber hinaus weitere Projekte. Eine Sache, die den Frauen am Herzen liegt, sind Gemeinschaftsprojekte. Begeht eine der Frauen einen runden Geburtstag, wird sie von den anderen beschenkt – mit einem großen Objekt, an dem jede mitgearbeitet hat, oder mit einer Sammlung einzelner, zusammengehöriger und sich ergänzender Kleinigkeiten, die gemeinsam ein Ganzes ergeben.




Freitag, 26. April 2019

Gabi Fischer gewinnt...

...den 1. und 3. Preis beim Prague Patchwork Meeting

„Writing in Quilt“ war das Thema des internationalen Wettbewerbs beim 13. PPM in Prag, zu dem Gabi Fischer zwei Quilts einsandte und damit zwei Preise gewann. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem Erfolg!

Eigentlich war die Reise nach Prag diesmal nicht geplant – man kann ja nicht immer überall dabei sein. Als aber bei Barbara die Nachricht über die Gewinne eintraf, änderten sich die Pläne für’s Wochenende bei den beiden schnell: „Du hast gewonnen! Was ist, fahren wir hin? In einer Stunde geht der letzte Zug!“

Wie der Blitz machten sich Gabi und Barbara auf den Weg: das Wichtigste (u.a. eine Flasche Sekt und 2 Gläser…) in den Rucksack, 2 Fahrkarten gebucht, zum Bahnhof und los ging’s! Auf der fünfstündigen Fahrt mit dem „Alex“ von Freising nach Prag war noch genügend Zeit, ein Zimmer zu besorgen. Und Nähzeug hatten die fleißigen Schnipsis natürlich auch dabei, da wurde die Fahrt nicht langweilig!

Zum PPM nach Prag ist für die Beiden schon fast wie zu Verwandten fahren: man kennt die Wege, benutzt wie selbstverständlich die U-Bahn und trudelt dann im wohlbekannten Hotel ein. Am Sonntag traf man dann viele Bekannte, genoss die Ausstellungen und freute sich auf die Preisübergabe.

Der Transport der Bernina quer durch Prag war dann auch noch eine Herausforderung, aber: geschafft! Inzwischen schnurrt die Maschine schon in Gabis Studio und hat schon ein paar hundert Meter Faden verbraucht…



„Auf dem Weg“ stellt eine junge Frau dar, die sich mit ihrem Koffer auf den Weg ins Unbekannte gemacht hat. Eine steinige Straße, die durch ein enges Tal zwischen hohen, dunklen Bergen führt. Wohin sie führt, kann man nicht sehen. Ziel ist jedenfalls das Ende der Welt - das aber muss jeder für sich selbst definieren. Und der Weg wird dort auch nicht enden, wie der Text am linken Rand verrät: „Das Ende der Welt ist für Jeden woanders. Es kommt ganz darauf an, wo du stehst. Und wenn du einmal dort angekommen bist, wirst du sehen, dass es auch am Ende der Welt  immer noch weitergeht.“

Der Quilt wurde aus selbst gefärbten Baumwollstoffen mit der Maschine genäht und gequiltet, die Frauenfigur appliziert. Der Randstreifen ist aus einer Sammlung von Synthetiks, Seiden und Spitzen zusammengesetzt und intensiv mit der Maschine bestickt. Für die Schrift wurde rotes Häkelgarn in Couching-Technik aufgebracht.
Der Preis für diesen Quilt war eine Bernina 350PE Nähmaschine.

















































Mit dem Quilt „In 72 Tagen um die Welt“ wird die amerikanische Journalistin Nellie Bly porträtiert, die 1889/90 in 72 Tagen alleine, mit nur einem Kleid und einer Handtasche, die Welt mit öffentlichen Verkehrsmitteln umrundete. Auslöser für diese Reise war der Roman „in 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne, den die 25-jährige als Herausforderung ansah, das entgegen vielen Vorurteilen auch als Frau zu schaffen. Die Reise wurde zum Medienevent, von Millionen Amerikanern mit Spannung verfolgt. Im Anschluss veröffentlichte Nellie Bly eine Erzählung über ihre Reise. Später heiratete sie, wurde eine erfolgreiche Unternehmerin, engagierte sich sowohl durch ihre journalistische Arbeit als auch mit ihrem gesamten Vermögen für soziale Belange.
Der Quilt wurde aus selbst gefärbten Baumwoll- und Leinenstoffen mit der Maschine genäht und gequiltet und in verschiedenen Techniken bedruckt. Die Randstreifen sind in Collage-Technik aus Seide, Synthetik und Spitzen hergestellt. Die Frauenfigur wurde mit der Maschine appliziert und gestickt.
Für diesen Quilt gab es den 3. Preis, ein Set von Quiltschablonen der Firma iSew.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Tradition & Moderne XI

Im Haus der Geschichte Dinkelsbühl, dem Alten Rathaus, Segringer Str. 30, werden vom 2.-17.2. Quilts der Ausstellung Tradition & Moderne XI gezeigt.

Vergangenen Samstag fuhren einige Schnipsis in die historische Altstadt Dinkelsbühl, um traditionelle und moderne Quilts aufzuhängen.
      
Die Bandbreite reicht von riesengroßen Decken in historischen Mustern bis zu kleineren, zeitgenössischen Arbeiten, maschinen- oder handgenäht. Barbara Lange, auf dem Bild links, richtet das größte Exemplar im Flur der 2. Etage aus.








 



























"Nana", ein moderner Quilt, stammt von der Freisingerin Gabi Fischer. Er beschäftigt sich mit dem Wirken der Bildhauerin Niki de St. Phalle und spielt mit unzähligen Details.

Je länger man davor steht, desto mehr aussagekräftige Kleinigkeiten entdeckt man - ebenso etliche verschiedene Darstellungstechniken: Siebdruck, Stempeln, Patchwork, Quilten, um nur einige zu nennen.

Die Ausstellung soll schon auf die Patchworktage vom 30. Mai bis 2.Juni einstimmen.

Dienstag, 4. Dezember 2018

"Weibsbilder"

 von artTextil in Obertshausen

Im Juni des fast vergangenen Jahres wurde im alten Wasserturm in Dachau die Ausstellung „Weibsbilder“ des Textilkunstvereins artTextil gezeigt. Der überaus große Erfolg der Ausstellung mit ihren Pretiosen aus allen denkbaren Handarbeitstechniken sowie die guten Kontakte des Vereins zu vielen Textilkünstlerinnen in Deutschland und Europa führten nun dazu, dass die Ausstellung von Januar bis April noch einmal präsentiert werden kann. Und zwar im Museum der Deutschen Spitzengilde in Obertshausen bei Offenbach am Main.
Mit dabei sind fünf Quilts von den Schnipsis Margit Hettler, Gabi Fischer, Gonhild Murmann und Eva Wöhrl.

Dienstag, 26. Juni 2018

Weibsbilder

Textilkunst-Ausstellung von ArtTextil Dachau


Die Ausstellungen von ArtTextil sind immer etwas Besonderes. Alle zwei Jahre veranstaltet der Dachauer Verein eine grandiose Werkschau seiner Mitglieder. Von Stickereien über Collagen, Quilts, Kalligraphie, Klöppelarbeiten bis hin zu Puppen und Rauminstallationen sind alle denkbaren Techniken vertreten – und zwar auf höchstem Niveau!

Der Aufstieg über insgesamt 127 Stufen bis zur obersten Etage des alten Wasserturms wird versüßt durch viele interessante „Fahnen“ im Treppenhaus – Collagen über „Frauen, die mich begeistern“. Thema der Ausstellung ist diesmal nämlich „Weibsbilder“.

Liebevoll präsentiert wird neben allen anderen Kunstwerken auch das „Dorf der Frauen“ (Foto links): eine originelle Interpretation von Stickquadraten aus Afghanistan. Im Dachgeschoss präsentieren die snipSISters aus Freising ihre „Advanced Girls“ (Foto ganz oben).

In allen Ecken der romantischen Räumlichkeiten kann man interessante Details entdecken und Geschichten über die unterschiedlichsten Frauen erfahren. Auf jeden Fall nimmt man viele Eindrücke und Inspiration mit nachhause. Das gilt übrigens auch für Männer!





















Es muss nicht immer ein Pullover sein.





Wer eine Pause für Augen und Beine braucht, kann sich bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ausruhen und gleichzeitig Kontakte knüpfen.

Die Ausstellung ist noch von Do 28.6. bis So 1.7. jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt 2.50€

Text und Fotos: Gabi Fischer
Flyer: http://www.arttextil.de/news/flyer-weibsbilder.pdf

Donnerstag, 31. Mai 2018

snipSISters beim Quiltfestival in Luxemburg 10. bis 13. Mai 2018

Inmitten der idyllischen Landschaft „Kiischpelt“ mit Schaf- und Kuhweiden, bunten Wiesen, dichten Wäldern, munteren Bächlein und winzigen Dörfern findet alle zwei Jahre das kleine aber feine Luxemburger Quiltfestival statt. Veranstalter ist eine der örtlichen Quiltgruppen mit zehn (!!!) Mitgliedern, an der Spitze Antoinette Lutgen-Lentz. Sie erkennt uns sofort nach den Fotos und begrüßt uns herzlich (in Bayern würde man sagen: wie wenn wir schon zusammen Schweine gehütet hätten), als wir nach neunstündiger Fahrt ankommen.

Wilwerwiltz

        Lellingen



Verteilt auf die Dörfer Wilwerwiltz, Enscherange, Lellingen und Pintsch gibt es 20 Ausstellungen von einheimischen und internationalen Künstler/-innen zu bewundern. Ausstellungsorte sind sämtliche verfügbaren Kirchen und Scheunen, die vorher mit vereinten Kräften geputzt und vorbereitet wurden, sowie das Gemeindezentrum und eine alte Mühle.

Ausstellung im Gemeindezentrum





















In diesem Jahr waren auch die snipSISters Evi, Gonhild und Gabi eingeladen, ihre „Advanced Girls“ auszustellen. Die Kirche St. Willibrord in Wilwerwiltz erweist sich als idealer Ausstellungsort – hell, geräumig und schlicht. Wir können unsere Arbeiten übersichtlich und mit ausreichend Abstand präsentieren.



   Die Atmosphäre auf dem Festival ist sehr entspannt und gemütlich. Die Besucher aus Luxemburg und den angrenzenden Ländern nehmen sich viel Zeit, die Quilts zu betrachten, das Gespräch mit den Quilterinnen zu suchen oder eine kleine Pause in der Sonne einzulegen. Damit sich die Aussteller auch untereinander treffen können, wurde ein gemeinsames Abendessen im Erlebnisbauernhof Robbesscheier organisiert. Diese Gelegenheit nutzten die Gäste aus Russland für eine kleine Modenschau.
Neben vielen traditionellen Arbeiten, die in den alten Scheunen z.T. äußerst dekorativ präsentiert wurden, beeindruckten die Krawatten-Objekte von Caroline Regaut (F), die Prachtgewänder von Marijke van Welzen (NL) und die Felsendarstellungen von Denise Labadie (USA) ebenso wie die mosaikartigen Stoffcollagen von Danny Amazonas (Taiwan) und eine zauberhafte Kollektion von Frauen-Darstellungen von Will Fritsma (NL). Die Arbeiten von Britta Ankenbauers Masterclass kamen in der alten Mühle sehr gut zur Geltung, und natürlich brachten wir auch wieder ein paar Stickquadrate aus Afghanistan mit nachhause.
      
Gruppe Hesper Patchwork (L)




         
Masterclass B. Ankenbauer      

Caroline Regaut       


Marijke van Welzen

            





























Danny Amazonas          





















Will Fritsma






















Dass uns der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel mit seiner Entourage in der Ausstellung besuchte und viele interessierte Fragen stellte, war nur einer der Höhepunkte unserer Quiltreise. Auf jeden Fall hat sich der weite Weg gelohnt! Gerne kommen wir in zwei Jahren wieder, um die freundlichen Menschen wieder zu treffen, die wir kennenlernen durften, und die Veranstaltung als Gäste zu genießen. Einer der Stoffhändler formulierte es bei der Abschlussveranstaltung sehr treffend: „Vielen Dank, dass wir immer zu Ihnen in Urlaub kommen dürfen und nebenbei Stoffe verkaufen!“

Die Veröffentlichung der gezeigten Arbeiten wurde ausdrücklich von den Urheberinnen erlaubt.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Quiltausstellung in St. Petersburg

Kurotschka Rjaba

Jedes Jahr im Oktober wird unter diesem Titel in den Räumen des Kunstvereins in St. Petersburg eine große Quiltausstellung mit angeschlossenem Kunsthandwerkermarkt veranstaltet. Heuer waren die snipSISters aus Freising mit ihrer Ausstellung „Advanced Girls“ dort zu Gast. Wolfgang Eibisch, der seit vielen Jahren in Russland, im Baltikum und in anderen östlichen Ländern als „Quilt-Missionar“ unterwegs ist, hatte den Kontakt hergestellt und die Reise organisiert.

V.l.n.r.: Gonhild Murmann, Eva Wöhrl, Gabi Fischer, Wolfgang Eibisch



Sehr gespannt traten wir, Gonhild Murmann, Gabi Fischer und Eva Wöhrl, mit unseren Begleitern/-innen das Abenteuer an, sämtliche Quilts sorgfältig eingepackt in den größten Koffern, die wir finden konnten. Keine von uns war vorher schon einmal in Russland gewesen, von Sprachkenntnissen ganz zu schweigen. Trotzdem fanden wir uns in der Fünfmillionenstadt schnell zurecht, da die meisten Sehenswürdigkeiten, das Hotel und der Ausstellungsort im Stadtkern liegen. An vielen Stellen sind die Beschriftungen inzwischen auch in lateinischer Schrift, manchmal auch in Englisch angebracht. Das Angebot in Restaurants und Geschäften ist stark an Touristen angepasst. Auch die Reiseformalitäten, Visum und Zoll waren problemlos abgelaufen.


Für den Aufbau der Ausstellung war unter der Leitung der Kuratorin Natalia Merentzewa alles sehr gut vorbereitet worden. Wir hatten eine ganze Wand auf der Galerie des herrlichen Jugendstilsaales zur Verfügung. Für gutes Licht sorgte Tageslicht aus den großen Dachfenstern, am Abend ausreichende Beleuchtung. Auf der gegenüber liegenden Seite waren die Quilts der lettischen Gilde ausgestellt. Zu Ehren von Aina Muze, die großen Einfluss und eine starke Verbundenheit mit der russischen Quiltszene hatte, wurden auch einige Arbeiten von ihr gezeigt.
Im Erdgeschoss gab es eine Zusammenkunft von drei verschiedenen „Kimono“-Ausstellungen. Der Club Galumova aus St. Petersburg hatte sich ausführlich mit der japanischen Kultur auseinandergesetzt und eine wundervolle Kollektion von Quilts in Kimonoform hergestellt. Sie wurden jeweils durch eine bemalte Maske und einen textilen Kopfschmuck ergänzt. Besonders interessant war an diesen Arbeiten, wie sich der russische Stil mit dem japanischen verbinden konnte. Dem gegenüber standen die „Kimono“-Quilts von Pia Welsch in ihrem ganz persönlichen Stil, mit viel Maschinenstickerei und dreidimensionalen Elementen. Der dritte Teil waren handbedruckte historische Kimonos aus der Sammlung von Lana Letta.


Bild oben: Quilts von Gabi Fischer
Mitte: Gonhild Murmann
unten: Eva Wöhrl


In dem angegliederten Kunsthandwerkermarkt konnte man viele originelle und teilweise kunstvolle Produkte finden. Mit Kleidern aus Ecoprint-gefärbten Leinenstoffen wurde auch eine elfenhafte Modenschau inszeniert. Oksana Vinnichenko begeisterte mit filigranen Landschaftsbildern.
Es kamen sehr viele Besucher in die Ausstellung, die sich sehr für die technische Ausführung der Quilts und die künstlerische Gestaltung interessierten und häufig nachfragten. Zu dem von uns gewählten Frauenthema entstand anschließend im russischen sozialen Netzwerk eine kontroverse Diskussion. Die Sorgen und Probleme von Frauen sowie ihre gesellschaftliche Stellung in den unterschiedlichen Kulturen waren wohl in früheren Zeiten ähnlich gewesen, entwickelten sich aber im 20. Jahrhundert unterschiedlich.
Die Rückreise nach einer sehr interessanten Woche traten wir ohne unsere Quilts an – die reisen nämlich weiter nach Moskau zur „Grand Textil“ im November und zur Messe für Kunsthandwerk und Kunstgewerbe in Perm/Ural im Februar. Das Thema Russland wird uns also in nächster Zeit nicht loslassen. Wir würden uns auch sehr freuen, wenn ein Gegenbesuch der St. Petersburger Quilterinnen in Deutschland zustande käme.
Sollten Sie einmal nach St. Petersburg fahren wollen: die prächtige Herbstfärbung und die nächtliche Beleuchtung der Stadt im Oktober waren sehr beeindruckend. Viele bevorzugen aber den Juni/Juli mit den „weißen Nächten“, wenn es kaum dunkel wird und man die langen Abende genießen kann. Besondere Highlights der Besichtigungen waren für uns die großen staatlichen Museen. Die Eremitage mit dem Winterpalast ist an einem Tag nur auszugsweise zu schaffen (wir brachten es auf 10 Stunden!). Glücklicherweise konnten wir noch eine vielgelobte Sonderausstellung mit kürzlich restaurierten Zarengewändern bewundern – mit einer Führung durch Marina Blumin, der Textil-Expertin des Museums. Das Russische Museum ist eine riesige Kunstgalerie mit verschiedenen Sammlungen russischer und europäischer Gemälde, Porzellan und Textilien. Das Ethnographische Museum zeigt unzählige sehr abwechslungsreich präsentierte Trachten und Gebrauchsgegenstände sämtlicher Völker der ehem. Sowjetunion. Hier bekamen wir eine Führung mit der Leiterin des Museums, Frau Kalaschnikowa, und durften sogar die Schatzkammer mit kostbarem traditionellem Schmuck besichtigen. Entspannung nach dem ganzen Kunstgenuss kann man in einem der vielen Parks finden, z.B. im romantischen Sommergarten.

Donnerstag, 17. November 2016

Weihnachtsausstellung

Auch in diesem Jahr wird kurz vor Weihnachten eine Schnipsi-Austellung stattfinden:














Die Ausstellung ist im Freisinger Alten Gefängnis, Obere Domberggasse 6.
Am Freitag ist ab 14 Uhr geöffnet, die Vernissage wird 19:00 Uhr stattfinden.
Am Samstag sind die Quilts von 10:00 bis 19:00 Uhr, Sonntag 10:00 -18:00 Uhr zu betrachten.

Wir freuen uns über reges Interesse.

Dienstag, 1. November 2016

"Advanced Girls" im Elsass


Die Einladung zur Teilnahme am Internationalen Patchwork-Meeting im Val d'Argent, war eine echte Auszeichnung  für drei Mitglieder der Freisinger Quiltgruppe "Schnipsis". Denn das Meeting  zählt was Patchwork, Quilten und Textilkunst betrifft,  zu den prestigeträchtigsten Veranstaltungen in Europa. Vom 14. bis 18. September 2016 wurden zum 22. Mal an vier Orten des Val d'Argent über 30 Ausstellungen präsentiert. 


Ihre erste gemeinsame Ausstellung "Advanced Girls", freundlich unterstützt von BERNINA International, zeigten die "SnipSISters" Gabi Fischer, Gonhild Murmann und Eva Wöhrl im Hauptort Saint Marie aux Mine in der Chapelle St. Joseph.  


Die Besucher äußerten sich durchwegs begeistert von den ausgestellten Werken, die sich mit dem unerschöpflichen Thema "Frauen" befassten. 


Gabi Fischer greift weibliche Charaktereigenschaften und Talente auf, die sie mit berühmten Beispielen von Frauen in der Geschichte verknüpft.
 
Coco Chanel
Theophanu
                                                                             

Gonhild Murmanns Quilts handeln von klischeehaften Vorstellungen weiblicher Eigenschaften.


Frauen haben nichts anzuziehen
Bauchgefühl



Eva Wöhrl stellt Blumen mit Frauennamen dar, die als Symbol für verschiedene Gefühle und Charaktereigenschaften gelten.


Angelica
Camelia




"Fortgeschritten"  steht hier sowohl für die intensive Beschäftigung mit dem Thema und die sorgfältige Ausarbeitung der Quilts, als auch für die herausragenden Leistungen von Frauen in der Gesellschaft. 


Diese Ausstellung, ergänzt durch weitere Werke der "Freisinger Schnipsis", wird vom 16. bis 18. Dezember 2016 im "Alten Freisinger Gefängnis" präsentiert .