Freitag, 26. April 2019

Gabi Fischer gewinnt...

...den 1. und 3. Preis beim Prague Patchwork Meeting

„Writing in Quilt“ war das Thema des internationalen Wettbewerbs beim 13. PPM in Prag, zu dem Gabi Fischer zwei Quilts einsandte und damit zwei Preise gewann. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem Erfolg!

Eigentlich war die Reise nach Prag diesmal nicht geplant – man kann ja nicht immer überall dabei sein. Als aber bei Barbara die Nachricht über die Gewinne eintraf, änderten sich die Pläne für’s Wochenende bei den beiden schnell: „Du hast gewonnen! Was ist, fahren wir hin? In einer Stunde geht der letzte Zug!“

Wie der Blitz machten sich Gabi und Barbara auf den Weg: das Wichtigste (u.a. eine Flasche Sekt und 2 Gläser…) in den Rucksack, 2 Fahrkarten gebucht, zum Bahnhof und los ging’s! Auf der fünfstündigen Fahrt mit dem „Alex“ von Freising nach Prag war noch genügend Zeit, ein Zimmer zu besorgen. Und Nähzeug hatten die fleißigen Schnipsis natürlich auch dabei, da wurde die Fahrt nicht langweilig!

Zum PPM nach Prag ist für die Beiden schon fast wie zu Verwandten fahren: man kennt die Wege, benutzt wie selbstverständlich die U-Bahn und trudelt dann im wohlbekannten Hotel ein. Am Sonntag traf man dann viele Bekannte, genoss die Ausstellungen und freute sich auf die Preisübergabe.

Der Transport der Bernina quer durch Prag war dann auch noch eine Herausforderung, aber: geschafft! Inzwischen schnurrt die Maschine schon in Gabis Studio und hat schon ein paar hundert Meter Faden verbraucht…



„Auf dem Weg“ stellt eine junge Frau dar, die sich mit ihrem Koffer auf den Weg ins Unbekannte gemacht hat. Eine steinige Straße, die durch ein enges Tal zwischen hohen, dunklen Bergen führt. Wohin sie führt, kann man nicht sehen. Ziel ist jedenfalls das Ende der Welt - das aber muss jeder für sich selbst definieren. Und der Weg wird dort auch nicht enden, wie der Text am linken Rand verrät: „Das Ende der Welt ist für Jeden woanders. Es kommt ganz darauf an, wo du stehst. Und wenn du einmal dort angekommen bist, wirst du sehen, dass es auch am Ende der Welt  immer noch weitergeht.“

Der Quilt wurde aus selbst gefärbten Baumwollstoffen mit der Maschine genäht und gequiltet, die Frauenfigur appliziert. Der Randstreifen ist aus einer Sammlung von Synthetiks, Seiden und Spitzen zusammengesetzt und intensiv mit der Maschine bestickt. Für die Schrift wurde rotes Häkelgarn in Couching-Technik aufgebracht.
Der Preis für diesen Quilt war eine Bernina 350PE Nähmaschine.

















































Mit dem Quilt „In 72 Tagen um die Welt“ wird die amerikanische Journalistin Nellie Bly porträtiert, die 1889/90 in 72 Tagen alleine, mit nur einem Kleid und einer Handtasche, die Welt mit öffentlichen Verkehrsmitteln umrundete. Auslöser für diese Reise war der Roman „in 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne, den die 25-jährige als Herausforderung ansah, das entgegen vielen Vorurteilen auch als Frau zu schaffen. Die Reise wurde zum Medienevent, von Millionen Amerikanern mit Spannung verfolgt. Im Anschluss veröffentlichte Nellie Bly eine Erzählung über ihre Reise. Später heiratete sie, wurde eine erfolgreiche Unternehmerin, engagierte sich sowohl durch ihre journalistische Arbeit als auch mit ihrem gesamten Vermögen für soziale Belange.
Der Quilt wurde aus selbst gefärbten Baumwoll- und Leinenstoffen mit der Maschine genäht und gequiltet und in verschiedenen Techniken bedruckt. Die Randstreifen sind in Collage-Technik aus Seide, Synthetik und Spitzen hergestellt. Die Frauenfigur wurde mit der Maschine appliziert und gestickt.
Für diesen Quilt gab es den 3. Preis, ein Set von Quiltschablonen der Firma iSew.

Montag, 1. April 2019

Kalender Jahreszeiten - April

Tulpenfieber

 







































Gonhild schreibt dazu:
Ganz klar - beim Thema Jahreszeiten ist für mich Frühling angesagt, und da ist - auch klar - die Tulpe, als Inbegriff des Frühlings, mein Favorit.
Auch der Hype um die Tulpe im 17. Jahrhundert ist, zumindest wenn es um Pflanzen geht, einmalig.
Tulpenzwiebeln kamen wahrscheinlich über Persien und die Türkei in die Niederlande und wurden zunächst zu einem begehrten Tausch- und Liebhaberobjekt.
Ende des 16.Jahrhundrts kam kommerzieller Handel hinzu.
Anfang des17.Jahrhunderts stiegen die Preise für Tulpenzwiebeln in extreme Höhen, der Beginn der Tulpenmanie, auch als Tulpenfieber bekannt.
Diesen überhöhten Stellenwert der Tulpe habe ich versucht durch die überdimensionale, einzelne Blüte darzustellen.
Da ich eher abstrakt und reduziert arbeite, soll die Tulpe lediglich als solche erkennbar, aber keine botanisch korrekte Wiedergabe sein.
Die Tulpenzwiebel allerdings, der Quell der ganzen Pracht, sitzt unsichtbar unter der Erde. So ist sie auch nur durch gequiltete Konturen bei genauerem Hinschauen zu erkennen.
Ich habe für  meinen Quilt selbst gefärbte Stoffe verwendet, die zum Teil bedruckt sind (Monotypie auf Gelatineplatte).
Die Schrift ist mit Handdrucklettern entstanden.