Am vergangenen Donnerstag habe ich mich sehr gefreut, als ich beim Wettbewerb "Imagine" in Saint-Marie-aux-Mines den mit Garnrollen im Wert von 650 € dotierten Preis der Firma Aurifil überreicht bekam! Die Überraschung war groß, und erst jetzt, ein paar Tage später, kann ich es wirklich begreifen!
Vielen Dank an alle, die mir gratuliert haben und natürlich vielen Dank an Aurifil - ohne solche Sponsoren gäb es schließlich die Preise nicht!
Dienstag, 23. September 2014
Sonntag, 14. September 2014
"Radiation"+ Vortrag beim 20. Europäischen Patchworktreffen
Unsere Ausstellung "Radiation"
wandert weiter nach Frankreich
und ist vom
18.-21.9. in Lièpvre, Espace Exposition
beim
20.Europäischen Patchworktreffen
im Val d´Argent, im Elsass zu sehen.
Wie bereits bei der ersten Station der Ausstellung in Genf, beim IRPA- Kongress, werden wieder einige Mitglieder der beiden Quiltgruppen "Freischerler" und "Schnipsis" die Ausstellung betreuen.
Ebenfalls werden einige der beteiligten Künstlerinnen aus unseren europäischen
Nachbarländern kommen, zeitweise in der Ausstellung sein und zum ersten Mal alle Quilts als "Gesamtkunstwerk" bewundern können.
In Frankreich treffen wir mit "Radiation" zum ersten Mal auf quiltendes Fachpublikum und wir sind gespannt auf die neue Resonanz auf unsere Arbeiten.
Ergänzend zur Ausstellung hält der Präsident des 4. IRPA Kongresses am Freitag, 19.September um 15.30 Uhr einen
Vortrag
über die Ausstellung.
Ergänzend zur Ausstellung hält der Präsident des 4. IRPA Kongresses am Freitag, 19.September um 15.30 Uhr einen
Vortrag
über die Ausstellung.
"Strahlung im Alltag-von Quilterinnen gesehen"
Der Vortrag wird auf Englisch und Französisch gehalten,
im Theater von Ste. Marie aux Mines (1.Etage)
Hierbei werden die Quilts aus der Perspektive des Wissenschaftlers betrachtet und in einen neuen Kontext gebracht.
Hierbei werden die Quilts aus der Perspektive des Wissenschaftlers betrachtet und in einen neuen Kontext gebracht.
Weitere Infos findet man hier :
Montag, 1. September 2014
Kalenderblatt September
Das Kalenderblatt für den September heißt "Spektrallinien" und wurde von Ruth Lang gestaltet. Sie schreibt dazu:
"Natrium
verbrennt mit gelber Flamme!" höre ich noch heute meinen Chemie-Lehrer
sagen und ich erinnere mich noch genau an die Bilder von Emissionslinien
verschiedener chemischer Elemente, welche er uns damals zeigte.
Das
war dann die ausschlaggebende Idee zum Thema "Licht". Denn als eher
naturwissenschaftlicher geprägter Mensch denke ich bei der Frage "Was
ist Licht?" zuerst an die Regenbogenfarben und greife damit die
Definition "Sichtbares Licht ist Teil des elektromagnetischen Spektrums"
auf.
Schwieriger
für mich war dann die Umsetzung in einen Quilt. Das lag zum Teil am
gewählten Format, Querformat wäre mir hier lieber gewesen. Aber mir war
auch längere Zeit nicht klar, wie ich die Regenbogenfarben zwischen das
Schwarz einbetten kann. Nur Streifen aneinander zu nähen war mir zu
langweilig. Letztendlich habe ich dann lange Stoffbänder schwarz
eingefärbt, in Falten gelegt und dazwischen dann je nach chemischem
Element die einzelnen Farben eingenäht. Metallische Buchstabenperlen
(das sieht man leider etwas schlecht auf dem Bild) benutzte ich zur
Benennung der einzelnen Spektrallinien: Lithium, Kalzium, Strontium etc.
Natrium wie gesagt, ist der Streifen mit der einzelnen gelben Linie!
Freitag, 1. August 2014
Kalenderblatt August
Das Kalenderblatt für den August heißt "Monochrom 8 - Glühwürmchen" und wurde von Barbara Lange gestaltet. Sie schreibt dazu:
Als das Thema "Licht" in unserer Gruppe beschlossen wurde, war ich gerade dabei, an meiner Serie "Monochrom" zu arbeiten. In diesen Quilts gestalte ich immer eine Spirale in einer Farbe und sticke ein Insekt in der gleichen Farbe darauf. Die Spirale steht für den immer wiederkehrenden Kreislauf des Lebens, der sich dennoch leicht verändert. Das Insekt widerum feiert die Lebensform, die sich im Laufe der Evolution am erfolgreichsten behauptet hat.
Da ich gerne in dieser Serie weiterarbeiten wollte, habe ich mir das Glühwürmchen ausgesucht, das mit seinem Hinterleib sog. "kaltes Licht" erzeugt. Bei der Bioluminiszenz wird Licht durch einen chemischen Prozess erzeugt, der einen Wirkungsgrad von 95% hat. d.h. es wird nur 5% Wärme erzeugt, der Rest ist Licht. Bisher ist es dem Menschen noch nicht gelungen, mit einer künstlichen Lichtquelle diesen Wirkungsgrad zu erreichen. Die Natur ist uns meilenweit voraus!
Als das Thema "Licht" in unserer Gruppe beschlossen wurde, war ich gerade dabei, an meiner Serie "Monochrom" zu arbeiten. In diesen Quilts gestalte ich immer eine Spirale in einer Farbe und sticke ein Insekt in der gleichen Farbe darauf. Die Spirale steht für den immer wiederkehrenden Kreislauf des Lebens, der sich dennoch leicht verändert. Das Insekt widerum feiert die Lebensform, die sich im Laufe der Evolution am erfolgreichsten behauptet hat.
Da ich gerne in dieser Serie weiterarbeiten wollte, habe ich mir das Glühwürmchen ausgesucht, das mit seinem Hinterleib sog. "kaltes Licht" erzeugt. Bei der Bioluminiszenz wird Licht durch einen chemischen Prozess erzeugt, der einen Wirkungsgrad von 95% hat. d.h. es wird nur 5% Wärme erzeugt, der Rest ist Licht. Bisher ist es dem Menschen noch nicht gelungen, mit einer künstlichen Lichtquelle diesen Wirkungsgrad zu erreichen. Die Natur ist uns meilenweit voraus!
Den Hinterleib habe ich mich nachtleuchtenden Garn gestickt - der Körper leuchtet nachts also tatsächlich.
Ich wünsche allen einen schönen August, und dass Sie in einer lauen Sommernacht die Glüwürmchen tanzen sehen!
Dienstag, 1. Juli 2014
Kalenderblatt Juli
Das Kalenderblatt für den Monat Juli hat Evi Wöhrl gestaltet.
Es trägt den Titel "Lust auf Sonne".
Kalt und dunkel war es, als ich mir zum ersten Mal Gedanken darüber machte, was ich auf meinem Quilt zum Thema "Licht" für unseren diesjährigen Kalender darstellen wollte. Und die erste Idee, die ich dazu hatte war: SONNE und die Lust darauf, wieder ihre wärmenden Strahlen zu spüren. Da ich meistens sehr impulsiv und ohne großen Plan bzw. Entwurf arbeite, habe ich zuerst begonnen, vorhandene selbstgefärbte Stoffe für meinen Lichtquilt zusammenzusuchen. Mit diesen gelb-orangen Tönen wollte ich die Kraft und Energie der Sonne zum Ausdruck bringen. Die aufgenähten Perlen sollten meine Sonne noch zusätzlich strahlen lassen und Wärme in die kalten Wintertage bringen.
Und mittlerweile scheint sie ja wieder - die Sonne!
Abenteuer Genf
Das große Genfer Abenteuer, die Quiltausstellung Exposition Radiation, liegt nun hinter uns. Das Thema hat uns knapp zwei Jahre lang beschäftigt.
Damals entstand im Zuge der Vorbereitungen für die IRPA 2014, den 4. internationalen Kongress für Strahlenschutz, die Idee, im Konferenzzentrum Genf Quilts auszustellen. Den Hauptanteil der Ausstellung nähten die Quilterinnen der "Freisinger Schnipsis" und der "Freischerler", darüber hinaus noch eingeladene internationale Gäste aus 11 Ländern. Die Übersicht zeigt die teilnehmenden Personen.
Bereits vor der Anreise lag ein riesiger Berg Vorbereitung besonders in den Händen von Angelika Henrichs, die die Idee für diese Aktion hatte, und von Barbara Lange. Die beiden kümmerten sich um die Zollpapiere, um die Quilts in die Schweiz und wieder hinauszubringen. Dafür mussten jeweils drei Fotos von jedem Exponat geschossen und beim Zollamt vorgelegt werden. Bei der IHK wurden zuvor schon zwei Carnets erstellt, eines für jedes Transportfahrzeug.
Auf dem Weg mussten wir darauf achten, sowohl vom der europäischen als auch von der Schweizer Grenzwache Stempel einzuholen, dasselbe bei der Ausreise.
Dagegen ging der Ausstellungsaufbau im CICG, dem Genfer Kongresszentrum, reibungslos vonstatten. Das Foto zeigt die auseinandergerollten Quilts, die sich vor dem Aufhängen eine Nacht lang auf dem Boden liegend entspannen dürfen.
Die kleinen Kalender für unseren Kalender 2014 zum Thema "Licht" waren zuerst aufgehängt: an Magnethaken an der Metalldecke.
Die Organisatoren stellten ein System aus Stangen und Rohren zur Verfügung, dank dessen die Quilts frei im Raum schwebten. Meist hängten wir sie Rücken an Rücken auf, so dass nur wenige Rückseiten zu sehen waren - auf dem Bild v.l.n.r. Gonhild Murmann, Gabi Fischer und Margit Hettler beim Anbringen. Noch waren die Stangen in etwa 2,20m Höhe, was das Aufhängen erleichterte.
Sie wurden aber noch auf Deckenhöhe hochgezogen. Dadurch wirkte der große, lichtdurchflutete Raum trotz der vielen Quilts weiterhin offen und bot den Tagungsteilnehmern während der Konferenzpausen die Gelegenheit zur Erholung.
Dieses Angebot wurde gern genutzt. Es war uns eine Freude zu sehen, dass Wissenschaftler, also ein ganz anderes Publikum als auf Patchworkausstellungen für gewöhnlich anzutreffen ist, sich für unsere Quilts begeisterten, die wir zu ihrem Thema, dem Srahlenschutz, angefertigt hatten.
Etliche Arbeiten befassten sich mit Themen der kosmischen Strahlung, wie der Quilt "A Star Is Born" von Evi Wöhrl. Hier hat mich fasziniert, wie die realen Sonnenstrahlen im Laufe des Tages die Ausstrahlung des Quilts veränderte, ihn zum Leuchten brachte.
Leider blieben dem großen Publikum die Rückseiten größtenteils verborgen, auf denen die Quiltlinien ganz anders wirkten als auf den Vorderseiten, wie zum Beispiel hier auf dem großen Quilt "Sun" von Rita Schaffer.
Trotz des immensen Aufwands war diese Aktion ein voller Erfolg, nicht zuletzt, weil das Patchworken und Quilten einem ganz neuen Publikum eröffnet wurde.
Die Ausstellung wird noch mehrmals zu sehen sein, zum Beispiel im September 2014 in Val d'Argent (F) beim Europäischen Patchworktreffen und im Apil 2015 beim Patchworktreffen in Prag.
Damals entstand im Zuge der Vorbereitungen für die IRPA 2014, den 4. internationalen Kongress für Strahlenschutz, die Idee, im Konferenzzentrum Genf Quilts auszustellen. Den Hauptanteil der Ausstellung nähten die Quilterinnen der "Freisinger Schnipsis" und der "Freischerler", darüber hinaus noch eingeladene internationale Gäste aus 11 Ländern. Die Übersicht zeigt die teilnehmenden Personen.
Bereits vor der Anreise lag ein riesiger Berg Vorbereitung besonders in den Händen von Angelika Henrichs, die die Idee für diese Aktion hatte, und von Barbara Lange. Die beiden kümmerten sich um die Zollpapiere, um die Quilts in die Schweiz und wieder hinauszubringen. Dafür mussten jeweils drei Fotos von jedem Exponat geschossen und beim Zollamt vorgelegt werden. Bei der IHK wurden zuvor schon zwei Carnets erstellt, eines für jedes Transportfahrzeug.Auf dem Weg mussten wir darauf achten, sowohl vom der europäischen als auch von der Schweizer Grenzwache Stempel einzuholen, dasselbe bei der Ausreise.
Dagegen ging der Ausstellungsaufbau im CICG, dem Genfer Kongresszentrum, reibungslos vonstatten. Das Foto zeigt die auseinandergerollten Quilts, die sich vor dem Aufhängen eine Nacht lang auf dem Boden liegend entspannen dürfen.
Die kleinen Kalender für unseren Kalender 2014 zum Thema "Licht" waren zuerst aufgehängt: an Magnethaken an der Metalldecke.
Die Organisatoren stellten ein System aus Stangen und Rohren zur Verfügung, dank dessen die Quilts frei im Raum schwebten. Meist hängten wir sie Rücken an Rücken auf, so dass nur wenige Rückseiten zu sehen waren - auf dem Bild v.l.n.r. Gonhild Murmann, Gabi Fischer und Margit Hettler beim Anbringen. Noch waren die Stangen in etwa 2,20m Höhe, was das Aufhängen erleichterte.
Sie wurden aber noch auf Deckenhöhe hochgezogen. Dadurch wirkte der große, lichtdurchflutete Raum trotz der vielen Quilts weiterhin offen und bot den Tagungsteilnehmern während der Konferenzpausen die Gelegenheit zur Erholung.
Dieses Angebot wurde gern genutzt. Es war uns eine Freude zu sehen, dass Wissenschaftler, also ein ganz anderes Publikum als auf Patchworkausstellungen für gewöhnlich anzutreffen ist, sich für unsere Quilts begeisterten, die wir zu ihrem Thema, dem Srahlenschutz, angefertigt hatten.
Etliche Arbeiten befassten sich mit Themen der kosmischen Strahlung, wie der Quilt "A Star Is Born" von Evi Wöhrl. Hier hat mich fasziniert, wie die realen Sonnenstrahlen im Laufe des Tages die Ausstrahlung des Quilts veränderte, ihn zum Leuchten brachte.
Leider blieben dem großen Publikum die Rückseiten größtenteils verborgen, auf denen die Quiltlinien ganz anders wirkten als auf den Vorderseiten, wie zum Beispiel hier auf dem großen Quilt "Sun" von Rita Schaffer.
Trotz des immensen Aufwands war diese Aktion ein voller Erfolg, nicht zuletzt, weil das Patchworken und Quilten einem ganz neuen Publikum eröffnet wurde.
Die Ausstellung wird noch mehrmals zu sehen sein, zum Beispiel im September 2014 in Val d'Argent (F) beim Europäischen Patchworktreffen und im Apil 2015 beim Patchworktreffen in Prag.
Samstag, 7. Juni 2014
Exposition RADIATION
Bei unserem letztten Schnipsi-Treffen in dieser Woche haben wir die
letzten Details besprochen. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, fahren
wir mit 2 Autos voller internationaler Quilts nach Genf, um dort die Ausstellung
aufzubauen und zu betreuen.Wir waren schon bei der Sichtung fremden Quilts, die Angelika und Barbara gesammelt haben, tief beeindruckt und freuen uns schon auf die Präsentation im Genfer Internationalen Konferenzzentrum.
Dort haben wir einen großen, hellen Raum mit viel Platz, um jeden Wandteppich wirken lassen zu können.
Ein kleiner Vorgeschmack zum Neugierigmachen:
"Radiation Protection Shield" von Barbara Lange

"Pasture-Cow-Milk-Pathway" von Angelika Henrichs

"Vergiß nicht Dich einzucremen" von Gabi Fischer

"Lichtspektrum" von Ruth Lang

last but not least
"Half Rotation" von Heidi Förster

Hier noch unsere Pressemitteilung:
Eine
besondere Textilausstellung schlägt die Brücke zwischen
Wissenschaft und Kunst.
Diese
ungewöhnliche Verbindung wurde ermöglicht durch die Einladung des
Deutsch-Schweizerischen Fachverbandes für Strahlenschutz.
Quilterinnen
aus dem In-und Ausland wurden eingeladen, das Thema Strahlung aus
ihrer künstlerischen Perspektive darzustellen. 80 Quilts und textile
Objekte der deutschen Quiltgruppen Schnipsis, Freischerler und
weiterer international bekannter Textilkünstlerinnen wurden
eingereicht. Die Werke werden im Kongresszentrum von Genf den
Tagungsteilnehmern und der Öffentlichkeit präsentiert.
Das
umfassende naturwissenschaftliche Thema Strahlung inspirierte die
Künstlerinnen zu Arbeiten über Aspekte von Urknall bis zum
Ringbeschleuniger CERN.
Ort:
CICG (Centre International de Conférence)
17, rue
Varembé
CH-1211 Genf
Öffnungszeiten:
21.6.: 14-18 Uhr
22.-27.6.
: 8-18 Uhr
Info:quiltgeneva@gmail.com
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