Sonntag, 11. Mai 2014

Fototermin

Stichtag für die Einsendung der Quilts, die in Genf bei der Strahlenausstellung zu sehen sein werden war der 1.Mai. Es war wie Weihnachten! Täglich trudelten Pakete ein und so kommen wir mittlerweile auf 80 Exponate - eins schöner als das andere!
Höchste Zeit, dass wir anfangen, für den Katalog zu fotografieren.
Angelika und Barbara haben sich Samstag getroffen und kurzerhand das Wohnzimmer von Barbara in ein Fotostudio umgewandelt.


Nacheinander wurden alle Quilts der internationalen Gäste aufgehängt und abgelichtet, danach kamen die anderen Arbeiten dran. ( Oben im Bild: "NAI TS‘UI " von der Spanierin Cecília González Desedamas )

Sechs Stunden Fotografieren - und wir sind noch nicht ganz fertig! Dazu kam die Dokumentation der einzelenen Stücke, was Angelika parallel übernommen hat.


Als nächstes wird unsere treue Seele Klaus die Bilder bearbeiten, dann müssen wir die Texte zu den einzelnen Arbeiten in Form bringen und den Katalog zusammenstellen - es ist noch ein langer Weg vor uns...

Donnerstag, 1. Mai 2014

Kalenderblatt Mai

Auch das Kalenderblatt für den Monat Mai gestaltete Gabi Fischer.

Sie schreibt dazu:

Photosynthese


Als das Thema „Strahlen“ und als Teil davon das Kalenderthema „Licht“ auf uns zukam, war für mich schnell klar, dass ich es von der wissenschaftlichen Seite her angehen will. Da ich eine große Pflanzen-Liebhaberin bin und auch Pflanzenbau studiert habe, fiel mir sofort die Photosynthese ein. Diese chemische Reaktion, bei der mit Hilfe von UV-Strahlung aus Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate und Sauerstoff gebildet werden (noch dazu in winzigsten hochkomplizierten Pflanzenorganen), ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Dieses Wunder der Natur hat mich schon immer fasziniert.
Die Grundstruktur des Quilts besteht aus einem „Erdboden“ im unteren Bereich und einem „Pflanzenspross“ mit Seitenteilen im oberen. Als Material wählte ich verschiedene selbstgefärbte (natürlich grüne) Stoffe und einen gekauften. Die größere Fläche rechts oben ist ein Schnee-gefärbter Stoff von Uta Lenk.
Darauf kamen mit Hilfe von Lesley Riley’s TAP Abbildungen aus einem alten Botanikbuch, chemische Formeln und Textfragmente aus alten Chemiebüchern in verschiedenen Schriftarten. Der Transfer hat bei diesen Stoffen gut funktioniert, nur bei den dunklen sieht man den Rand des Transfermediums relativ stark. Der Stoff wird schon etwas härter, was beim Quilt aber nicht so stört. Die Nadelstiche und Knicke sieht man schon deutlich in dem Material, ähnlich wie bei Wachs, d.h. man sollte sorgsam damit umgehen.
Schließlich habe ich eine Phantasiepflanze frei gequiltet und dabei die Blattformen mit verschiedenfarbigem Organza unterlegt.




Samstag, 19. April 2014

Der Count-down läuft

Frohe Ostern!

Die Schnipsis nutzen die Feiertage, um noch letzte Hand an ihre Strahlen-Quilts anzulegen!


Die Quilts für unserern Kalender 2015 sind bereits fertig und fotografiert, jetzt sind wir dabei, die zusätzlichen Stücke, die bei der Strahlen Ausstellung vom 21-27.6.14 in Genf gezeigt werden sollen, fertigzumachen. Ab dem 1. Mai wollen wir beginnen, den Katalog zusammenzustellen - viele unserer internationalen Quiltfeunde haben ihre Arbeiten bereits geschickt, die Ausstellung nimmt langsam Formen an!


Bei mir läuft die Nähmaschine auch auf Hochtouren. Eigentlich dachte ich, ich sei fertig mit all meinen Beiträgen für die Ausstellung und habe daher ganz vorbildlich angefangen, mein Nähzimmer gründlich aufzuräumen. Dabei fiel mir ein "UFO" (unfinisched Object) in die Hand, das ich vor 4-5 Jahren angefangen hatte: ein Tunnel. Also ein Quilt, durch den man durchgehen kann, wie eben durch einen Tunnel. Außen mit Schmetterlingen und Blumen verziert. Damals wusste ich nicht so recht, wie ich weitermachen sollte und hab alles beiseite gelegt. Auch jetzt, als ich ihn wieder in Händen hielt, schrei das Großhirn gleich: "Hat nix mit Strahlung zu tun, kannst Du gleich wieder weglegen!". Nur das Kleinhirn fing an zu rattern und meldete am nächsten Tag: "Naja, der Teilchenbeschleuniger am CERN ist doch auch so eine Art Tunnel, der von außen nicht sicht bar ist - ringsherum nur Natur. Könntest Du da nicht...?"


Au weia. Jetzt aber schnell!

Also habe ich angefangen, die Motive auf der Außenseite fertig zu applizieren. Und mir gleichzeitig ein Konzept für die Innenseite einfallen lassen. Da möchte ich Bilder aus dem LHC einarbeiten, um die technische Seite verdeutlichen.

























Zwei Drittel sind bereits gequiltet - ich denke, diesmal könnte es was werden und ich stelle das Stück doch noch fertig...

Ich freu mich schon, die anderen Stücke alle zu sehen!


Dienstag, 1. April 2014

Kalenderblatt April



 

Das Kalenderblatt für den Monat April gestaltete Gabi Fischer. Sie schreibt dazu:

Vergiss nicht, dich einzucremen!


Dass wir dem Sonnenlicht nicht nur unsere Existenz verdanken, sondern dass es auch Schattenseiten hat – damit sind wir zumindest die Hälfte des Jahres über täglich konfrontiert. Eine gleichmäßig gebräunte Haut gilt als Schönheitsideal und viele Menschen – vor allem Frauen – riskieren dafür ihre Gesundheit und ignorieren die Gefahr von Hautkrebs. Am Ende gelingt auch die schöne Bräunung nicht immer und man/frau mutiert vom „Kaasloabe“ (bayrisch: Käselaib) zum Hummer....
Wie kann man nun die Gefahr eines Sonnenbrandes in einem Quilt darstellen? Das erste Bild, das ich im Kopf hatte, war ein flacher Blick über einen dicht belegten Strand, durch den die unterschiedlichen Rundungen der Körper zu einer sanften Hügellandschaft in Rosa-, Beige- und Brauntönen werden. Das passte allerdings nicht so gut zum Hochformat. Also entschied ich mich für stehende Frauen. Inspiration für die Körperform fand ich in einem Werbeprospekt für Unterwäsche. Ich verwendete Futtertaft in verschiedenen Hauttönen (rot durfte natürlich nicht fehlen!), aufgebügelt mit Vliesofix und umrandet mit einem dichten Satinstich.
Seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema: „wie bringe ich Schrift auf einen Quilt?“ Hier verwendete ich zum ersten Mal „Lesley Riley’s TAP“ Transferpapier. Man druckt den Text (oder ein Bild) mit dem Tintenstrahldrucker spiegelverkehrt auf das Papier und bügelt es dann drauf. Klingt einfach. Mein Problem war aber, dass weder Word noch mein Drucker den Text spiegeln wollten. Also habe ich den Text als pdf abgespeichert und als Bild in ein Layoutprogramm eingefügt, in dem ich spiegeln kann. Leider haben sich bei jedem Arbeitsschritt die Farben ein wenig verändert.
Das Ergebnis gefiel mir bei diesem Material nicht so gut, weil die Farbe des Stoffes stark durchkommt und der Stoff hart wurde. Also habe ich nicht direkt auf den Quilt gebügelt, sondern weißen Futtertaft verwendet, die Wörter ausgeschnitten und appliziert. Die Quiltlinien in Zickzackstich mit pastellfarbenen Metallicgarnen sollen die UV-Strahlen symbolisieren.
Als Titel lag der Spruch nahe, den jede Mutter ihren Kindern hinterherruft, wenn sie ins Freibad radeln: „Vergiss nicht, dich einzucremen!“

Samstag, 1. März 2014

Kalenderblatt März

Das Kalenderblatt für den Monat März hat Heidi Hombsch gestaltet.
Es trägt den Titel "Das Licht des Menschen ist ein Regenbogen".






























































Im europäischen Kulturkreis ist über den Aufbau des menschlichen Energiekörpers wenig bekannt. In Asien trifft man auf verschiedene Systeme, wie der Mensch von Energiemeridianen durchzogen wird, deren Zentren die Chakren, bunte Energieräder, bilden. Unterschiedliche Schulen gebenm dabei verschiedene Farben an.
Am meisten angesprochen hat mich dabei ein Modell, das in seinen Farben dem Regenbogen ähnelt. In meinem Quilt habe ich die Räder so dargestellt, wie sie meist beschrieben werden:
Das Muladhara-Chakra tiefrot und vierblättrig,
Svadhisthana, das für die kreative Energie verantwortlich ist, leuchtendorange und sechsblättrig,
Manipura, das das innere Feuer und die Willenskraft symbolisiert, sonnengelb mit zehn Blütenblättern,
Anahata, das Herzzentrum, der Sitz der Liebe, ist schillernd grün, eine zwölfblättrige Lotosblüte.
Vishuddha, strahlendblau wie der Frühlingshimmel, sechzehnblättrig, steht für das Kommunikationsvermögen.
Ajna, das dunkelblaue, zweiblättrige Stirnchakra, befähigt uns, unserer Intuition bewußt zu folgen, den Sinn im Leben zu finden und zur Weisheit zu gelangen. Deswegen wird es auch "das dritte Auge" genannt.
Den oberen Abschluß bildet Sahasrara, das tausendblättrige Kronenchakra.

Hier noch Detailfotos:






Freitag, 14. Februar 2014

Große Ereignisse werfen ihre Strahlen voraus!

Heute habe ich den Newsletter des Europäischen Patchworktreffens in Val d'Argent bekommen und hab mich gefreut, dass unsere Strahlenausstellung so prominent angekündigt wird:
Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus einer Arbeit von mir, das ganze Objekt wird aber erst bei der Ausstellung enthüllt!


« Strahlung », eine originelle Ausstellung, die Wissenschaft und Kunst verbindet

« Strahlung », eine originelle Ausstellung, die Wissenschaft und Kunst verbindet
Im « Espace Exposition » in Liepvre werden Sie die Gelegenheit haben, eine sehr interessante und noch nie in dieser Form konzipierte Ausstellung zu sehen, dessen Werke einzig dafür entworfen wurden, um das Thema des 4. Europäischen Umweltkongresses*, den « Strahlenschutz als wesentlichen Bestandteil der Sicherheitskultur » zu begleiten. Dieser Kongress findet in Genf (CH) im Juni 2014 statt.
Die deutschen Quiltgruppen « Freischerler » und « Schnipsis » sind dieser Einladung gefolgt, um diesem Thema eine künstlerische Note zu geben und haben auch internationale Textilkünstlerinnen eingeladen, die sich alle mit dem Thema der Entstehung und Anwendung von Strahlung beschäftigt haben.
Da diese Ausstellung vorerst einem wissenschaftlich ausgerichteten Publikum gewidmet ist, sind wir stolz diese zu zeigen, dessen Thema uns alle angeht.
* Dieser Kongress wird von der l'IRPA (International Radiation Protection Association), den ARRAD (Association Romande de Radioprotection) und den FS (Deutsch-Schweizerischer Fachverband für Strahlenschutz) organisiert.


http://www.patchwork-europe.com/actualites.php?language=DE#75

Samstag, 1. Februar 2014

Kalenderblatt Februar: FIAT LUX

Den Wandteppich für den Monat Februar hat Angelika gestaltet. Sie schreibt dazu:

Wie haben die Menschen des Mittelalters Licht in ihre Häuser und Kirchen gebracht?
Diese Frage stellte ich mir, als ich über die Umsetzung des Themas Licht in einen Quilt nachdachte.
Der Aufbruch der Wände in der Vertikalen durch die neu erfundene Konstruktion von Stützmauern machte es möglich, hohe, schlanke Fenster in die Gebäude einzufügen. Die Epoche der Gotik begann und löste den Stil der Romanik ab.
Das beeindruckendste Beispiel dafür ist für mich die Sainte Chapelle in Paris, in der die Fenster so stark leuchten, dass die Mauern sich im Licht aufzulösen scheinen. Dorthin zieht es mich bei jedem Paris Besuch.

In meiner Heimatstadt Köln liebe ich natürlich den gotischen Kölner Dom.

Neben vielen alten Fenstern gibt es dort seit ein paar Jahren ein riesiges, von Gerhard Richter geschaffenes modernes Fenster. Es besteht aus einfarbigen Glasquadraten, deren Farben nach dem Zufallsprinzip am Computer ausgewählt wurden. Bis heute sorgt dieses Fenster unter anderem wegen dieser Farbwahl für Diskussionen. 

Mich inspirierte es nun zu meinem Quilt „Fiat Lux“, also: „Es werde Licht“.
Dieses Zitat aus dem 1. Buch der Bibel, dem Buch Genesis, von der Erschaffung der Welt habe ich in die beiden Fenster meines Quilts mit gelben Quadraten eingefügt.

Im linken, in Blautöne gehaltenen Fenster findet sich senkrecht, das Wort „Fiat“, im rechten, roten Fenster das Wort „LUX“. Können Sie es lesen? Wer nämlich rot-grün blind ist, hat Schwierigkeiten diesen Farbkontrast zu erkennen. Sie können also beim Betrachten des Bildes gleichzeitig einen kleinen Sehtest machen.

Die Stoffe für die Fenster sind größtenteils selbst gefärbt. Gequiltet habe ich einige wenige Linien, die Lichtstrahlen andeuten sollen, die die Farbe des Glases auf die umgebende Wand projiziert.
In den Monat Februar passt der Quilt besonders gut. Am 2. Februar wird im Kirchenjahr das Fest „Mariä Lichtmess“ gefeiert. Die Altarkerzen für das ganze Jahr werden gesegnet. Die Tage, werden nun spürbar länger, das Licht besiegt die Dunkelheit des Winters.