Sonntag, 2. Oktober 2016

Feuerwanze besucht Hauswurz



Für den Kalender 2016 wollte ich unbedingt eine Pflanze nähen. Aber eine die "Haus" im Namen hat, war gar nicht so leicht zu finden. So bin ich auf die Hauswurz (Sempervivum) gestoßen und habe sehr viel interessantes dazu erfahren. Die Dach-Hauswurz ist eine alte Heil-, Zauber- und Zierpflanze, die in Europa, Asien und sogar Afrika verbreitet ist. Der Volksglaube besagte, dass diese Pflanze ein Haus vor Blitzschlag und Brand schützen könne. Bei herannahenden Gewittern wurden zusätzlich Blätter im Ofen verbrannt, welche abergläubische Leute am Johannistag pflückten. Einzelne Pflanzen, die man in den Kamin hängte, sollten davor schützen, dass Hexen in den Kamin fuhren. Häusern, auf denen Hauswurz wuchs, sollte dies Glück bringen. Außerdem soll Hauswurzsaft die Haut schön machen und Sommersprossen vertreiben. Inzwischen werden mehr als 7.000 Sorten gezüchtet!
 

Mein Quilt ist aus selbst gefärbten Stoffen genäht, appliziert und bestickt. Und ja der Käfer: Tatsächlich besuchten mehr als genug Feuerwanzen im Sommer und Herbst meine Hauswurz im Garten. 




Donnerstag, 8. September 2016

Personalausstellung Barbara Lange























In der Freisinger Bücherei sind noch bis zum 1. Oktober Quilts von Barbara Lange zu sehen.

Während der Öffnungszeiten kann jeder die Bibliothek in der Weizengasse 3 besuchen und sich in den verschiedenen Etagen und Räumen von Barbaras Quilts gefangennehmen lassen.




















Sie zeigt vier große Themenkomplexe:
- Aktionsquilts, bei denen Reißverschlüsse auf und zugezogen werden dürfen, die Bilder im Bild freigeben.
- Zahnradkompositionen
- hauptsächlich monochrome Insektenquilts
- und drei große Darstellungen historischer Uhren, wie zum Beispiel die in Prag.


Samstag, 20. August 2016

Advanced Girls

Drei Frauen unserer Freisinger Schnipsigruppe haben sich zusammengeschlossen, um für Sainte-Marie-aux-mines vom 14.-18. September in der Chapelle St. Joseph eine Ausstellung zu gestalten.

Wenn Ihr auf die Bilder klickt, werden sie vergrößert und Ihr erfahrt mehr über Gabi, Evi und Gonhild und ihr Projekt "Advanced Girls".



Mittwoch, 6. Juli 2016

Hausgarten

Das Juliblatt im Schnipsikalender 2016 zeigt meinen Hausgarten. Inspiriert durch ein Gartenmagazin entstand ein Gartengestaltungsplan, den ich textil umgesetzt habe. Der Nutz- und Ziergarten sowie die sonstigen Gartenanlagen sind vereinfacht mit maschinenapplizierten Formen auf dem gepatchten Grundaufteilungsplan dargestellt und zum Teil reichlich von Hand bestickt und mit Perlen verziert. Die Legende im Hausbereich greift die jeweilige Darstellungsform der Bepflanzung auf und erläutert diese mittels Maschinenstickerei.

Wenn ich das Kalenderblatt betrachte, sehe ich mich - natürlich nach getaner Gartenarbeit :-) - im Pool plantschen, auf der Terasse bei Kaffee und Kuchen die Sonnenstrahlen genießen oder in der Hängematte liegend, die Seele baumeln lassen.

Sonntag, 12. Juni 2016

Alles hat ein Ende

Eigentlich bin ich ja ganz froh, wenn es vorbei ist. Das ewige Herumreisen. Lange Fahrten im vollgestopften Auto. Einige sind sogar geflogen. Riesige Hallen mit stickiger Luft und schlechtem Licht. 

Jetzt hab dich nicht so, werdet ihr sagen Wer erlebt das schon? Genf – Val d’Argent – München – Prag – Lennep – Celle. So viele Menschen, Frauen hauptsächlich. 

Aahs und Oohs, bewundernde Blicke. Kritik auch, klar. Aber damit können wir umgehen. „Wem’s nicht gefällt, für den war’s nicht“ sagt Heidi immer. 

Keine Verletzungen, keine größeren Falten, keine Verluste. Zwei Jahre Seite an Seite, das schweißt zusammen. Manchmal wurden wir sogar angefasst! Naja, ich bin da nicht so empfindlich. Andere schon. Einer von uns wurde sogar berühmt. 

Der Rote mit den Kringeln drauf. Wir nannten ihn Pluti. Jetzt tragen ihn alle als Tasche herum.

Am schlimmsten waren eigentlich die Zeiten dazwischen. Ganz platt wird man vom ewigen Herumliegen. Die Tage ziehen sich. 

Langweilig. Dann doch lieber mal rauskommen. Jetzt genießen wir noch die zwei Tage in Celle, dann geht es zurück nach Freising. 

Danach zerstreuen wir uns wieder in alle Winde: Frankreich, England, Schweiz, Spanien, Tschechien, Lettland, USA sogar. 

Ob wir uns jemals wiedersehen? Wohl eher nicht. 

Unsereiner bleibt ja lieber zuhause, wo alles seinen Platz hat. Dahoam is dahoam. Ihr könnt mich ja mal besuchen! Würde mich freuen.

Schee war’s scho.

Euer Infi (der Bunte mit den Häuschen)




Dienstag, 1. März 2016

Häusermeer

Auch 2016 gibt es wieder einen Schnipsikalender, in diesem Jahr zum Thema "Häuser". Jede aus unserer Gruppe nähte einen quadratischen Quilt, in dessen Titel das Wort "Haus" vorkommt.

Da ich mich am liebsten mit Unterwasserszenen und Fischen beschäftige, lag es für mich nahe, den Titel "Häusermeer" zu wählen.

Die Gestaltung beruht auf zwei Ebenen, die scheinbar wenig miteinander zu tun haben. Für den Hintergrund setzte ich Stoffe in Form von Häusern zusammen, die Dachlinien bilden Wellen. Mit zurückhaltenden blauen Garnen nähte ich Türen und Fenster ein.

Der Vordergrund entstand erst durch das Quilten: Nun tummeln sich Fische, Seeschlangen und Schnecken zwischen den Wellen.

Dienstag, 2. Februar 2016

Eindrücke aus Lennep

Am Sonntag, den 31.1. war ich in Lennep, um die Strahlenausstellung zu besuchen und einen kurzen Vortrag über die Arbeiten zu halten. Hier ein paar Eindrücke:
Auf der linken Seite das Tuchmuseum, auf der rechten das Röntgenmuseum - die Ausstellung findet in beiden Museen parallel statt.  Ich finde die Kombination für dieses Thema so cool!



Das Tuchmuseum ist etwas älter...


...hat aber viel Charme...



...und beherbergt einen Teil der internationalen Arbeiten und ein paar Quilts von den Freischerlern.


Links im Bild eine Arbeit von Aina Muse aus Lettland, rechts ein Stück von Gabriele Schulz-Herzberger
 

Das Röntgenmuseum auf der anderen Seite ...


.... wurde ganz neu hergerichtet...

 .. und ist super modern.


Hier sind die übrigen internationalen Arbeiten, ...


 ... ein weiterer Teil der Freischerler Qults...


... und die Kunstwerke von den Freisinger Schnipsis zu bewundern. 



Bis zum 29.2.16 haben Sie noch Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen!