Frohes Neues Jahr 2014!
Wie in den vergangen 6 Jahren haben wir auch für 2014 einen neuen Kalender gestaltet, diesmal zum Thema "Licht". Und im kommenden Jahr werden wir immer zu Monatsanfang das jeweils aktuelle Kalenderblatt genauer vorstellen.
Zunächst einmal zum Thema Licht: Licht - und damit unsere Farbwahrnehmung - spielt ja in jeder Kunstart eine extrem wichtige Rolle, aber beim Patchwork bekommt das Licht noch zusätzlich Bedeutung durch das Quilten. Wenn wir die drei Stofflagen mit den Quiltstichen verbinden, entstehen Licht- und Schatten Strukturen, die man bei nicht-textilen Kunstformen in der Art nicht hat. Also gehen wir mit dem Thema Licht immer sehr sensibel um - gerade auch dann, wenn es darum geht, die Arbeiten in Ausstellungen zu beleuchten.
Aber das war nicht der eigentliche Grund, warum wir Licht zu unserem Leitthema für 2014 gewählt haben. Eigentlich ging es uns darum, eine Serie von Quilts zu schaffen, die wir unter den noch größeren Oberbegriff "Strahlung" bei der Strahlenschutzkonferenz in Genf im Juni 2014 ausstellen dürfen. Licht ist die einzige für uns sichtbare Form der Strahlung, und weil sie so offensichtlich ist, wollen wir dem Licht eine eigene Serie widmen. Daneben gibt es zahlreiche andere Strahlungsarten, die wir eben nicht sehen können, und mit denen werden uns in unserem Kalenderthema für 2015 beschäftigen. Aber 2014 jetzt erst mal LICHT!
Fumiko hat sich für ihren Quilt die Laterne ausgesucht. Eine sehr dekorative Art, das im Winter so wertvolle Licht zu schützen. Die Blöcke wurden alle mit der Maschine entweder direkt appliziert oder als Mola gearbeitet (also als Reversapplikation). Die weißen Linien wurden alle von Hand gequiltet. Ich wünscht, ich hätte Bilder hier, die zeigen, wie minuziös sie diese Arbeit geplant hat: jeden einzelnen Block hatte sie aus schwarzem und gelben Tonpapier ausgeschnitten und sogar die Handquiltlinien darauf eingezeichnet. Der Entwurf selber war daher schon ein Kunstwerk für sich!
Die Motive sind alle an Mustern für traditionelle japanische Laternen angelehnt. In der esten Reihe sieht man Bambus und den Schatten eines Vogels, in der zweiten einen Vollmond mit Streifen, in der dritten Reihe Kirschblüten und in der vierten Reihe kleine Fenster und Blätter. Die Motive mit gelben Hintergrund sind jeweils aus Resten der vierten Reihe gestaltet worden.
Normalerweise färbt Fumiko ihre Stoffe selbst, aber mit einem kleinen Kind ist das nicht immer möglich, also hat sie sich diesmal entschlossen, mit Stoffen von farbSTOFF zu arbeiten. Sie hat einie Male mit Heide Stoll-Weber hin und her gemailt und ihr Bilder von Origami-Farben geschickt, damit Heide genau das richtige Gelb für sie färbt und es hat hervorragend geklappt. Da Fumiko Bedenken hatte, nur mit zwei Farben zu arbeiten, hat sie sich für zwei Gelb-Schattierungen entschieden und Stoffe verwendet, die in sich abgetönt sind. Dadurch wirkt die Arbeit lebendiger und erzeugt den Eindruck von flackerndem Kerzenlicht.
Wir hoffen, dass das Jahr 2014 für all unsere Leser mehr Licht als Schatten bereithalten wird, und dass das Licht immer so schön verpackt daherkommen wird wie in Fumiko's Laterne!
Mittwoch, 1. Januar 2014
Montag, 9. Dezember 2013
Russisches Patchwork Mosaik in Moskau
Nach meinem Abenteuer in St. Petersburg bin ich zwar nach Hause geflogen - aber meine Quilts blieben in Russland zurück und wurden nach Moskau gebracht, wo sie im Rahmen des Festivals "Russisches Patchwork Mosaik" ausgestellt wurde. Also habe ich mich ein zweites Mal auf die Schöckhen gemacht und bin nach Moskau geflogen, um das Festival zu erleben. Ein ausfühlicher Bericht können Sie im BERNINA-Blog lesen, aber ein paar Bilder gibt es hier als Vorgeschmack.
Das Festival erstreckt sich über 6 Galerien, Museen und sogar einen Palast. Meine Stücke waren in der Galerie Belyaevo zu sehen. (Mit im Bild: Gül Laporte vom Europäischen Patchwork Treffen und Wolfgang Eibisch, ehem. BERNINA, jetzt Berater)
Ganz begeistert war ich von der Sogfalt, mit der die Angestellten der Galerie meine Arbeiten aufgehängt hatten. einer ragte sogar diagonal in den Raum hinein (wofür sie eigens eine Konstruktion errichtet haben) weil die Russen von der Verarbeitung der Rückseiten so beeindruckt waren, dass sie sie gerne zur Schau stellen wollten.
Abgerundet wurde die Ausstellung mit einem Vortrag darüber, wie ich Farben in meinen Quilts einsetzte - mein ganzer Stolz war, dass ich geschafft habe, da russische Untertitel einzufügen. Die Präsentation können Sie hier online sehen.
Am Tag vor meiner Abreise habe ich im dortigen Bernina Zentrum einen Kurs gehalten. Thema war das Fischgratmuster. Zu meiner Überraschung waren nicht alle Teilnehmerinnen im Kurs mit Patchwork vetraut und so hat et etwas länger gedauert, bis alle mit ihrem Stück fertig waren, aber es haben schließlich alle das Pensum geschafft.
Alles in Allem hat mir die Reise riesigen Spaß gemacht - vor allem die anderen Ausstellungen waren absolut sehenswürdig - aber dazu mehr auf dem Bernina-Blog!
Samstag, 19. Oktober 2013
Auf nach St. Petersburg!
Dieses Jahr hatte ich die einmalige Gelegenheit, eine Einzelausstellung in St. Petersburg zu präsentieren.
Wolfgang Eibisch von Bernina hatte mich gefragt, ob ich Interesse hätte, dort meine Quilts zu zeigen. Keine Frage: natürlich wollte ich!
Das Festival Kurochka rjabaa ist noch sehr jung - dieses war das dritte Jahr - und findet alljährlich im Oktober in den Räumlichkeiten des Künstlerverbandes in St. Petersburg statt. Eine riesige Halle mit idealen Bedingungen:
Meine Ausstellung hing oben auf der Gallerie - es ist schon etwas besonderes, wenn man seine ganzen Arbeiten alle auf einmal betrachten kann!
Die Resonanz war durchweg positiv - auch wenn die Kommunikation manchmal etwas schwierig ist. Aber dafür hatte ich Wolfgang dabei, der allzeit gerne bereit war, zu übersetzen.
Apropos Übersetzung:
Zusätzlich zur Ausstellung hatte ich zwei Kurse in St. Petersburg angeboten. Ich habe auf englisch unterrichtet und eine Dolmetscherin übersetzte jeden Satz ins Russische. "Farbauswahl für Quilts" und "Digitalisieren von Stickmustern" sind beides keine einfachenThemen. Aber die Russinnen sind einfach fit, was nähen angeht und waren voll dabei:
Im November wandert die Ausstellung nach Moskau weiter und ich werde wieder hinfliegen, um auch dort zu unterrichten - ich freu mich jetzt schon!
Mehr Bilder zu der Ausstellung und einen ausführlicheren Bericht gibt es hier!
Wolfgang Eibisch von Bernina hatte mich gefragt, ob ich Interesse hätte, dort meine Quilts zu zeigen. Keine Frage: natürlich wollte ich!
Das Festival Kurochka rjabaa ist noch sehr jung - dieses war das dritte Jahr - und findet alljährlich im Oktober in den Räumlichkeiten des Künstlerverbandes in St. Petersburg statt. Eine riesige Halle mit idealen Bedingungen:
Meine Ausstellung hing oben auf der Gallerie - es ist schon etwas besonderes, wenn man seine ganzen Arbeiten alle auf einmal betrachten kann!
Die Resonanz war durchweg positiv - auch wenn die Kommunikation manchmal etwas schwierig ist. Aber dafür hatte ich Wolfgang dabei, der allzeit gerne bereit war, zu übersetzen.
Apropos Übersetzung:
Zusätzlich zur Ausstellung hatte ich zwei Kurse in St. Petersburg angeboten. Ich habe auf englisch unterrichtet und eine Dolmetscherin übersetzte jeden Satz ins Russische. "Farbauswahl für Quilts" und "Digitalisieren von Stickmustern" sind beides keine einfachenThemen. Aber die Russinnen sind einfach fit, was nähen angeht und waren voll dabei:
Im November wandert die Ausstellung nach Moskau weiter und ich werde wieder hinfliegen, um auch dort zu unterrichten - ich freu mich jetzt schon!
Mehr Bilder zu der Ausstellung und einen ausführlicheren Bericht gibt es hier!
Freitag, 16. August 2013
Japanische Kalligrafie
Dienstag, 13. August 2013
Blausonnen
Unser alljährlicher Ausflug ins Allgäu nach Steingaden liegt hinter uns. Wie jedes Jahr sind wir aufgetankt und voller neuer Eindrücke und Pläne wieder heimgefahren.
Dieses Jahr haben wir unter anderem das Blausonnen wiederholt.
Barbara hat fertig vorbereitete, chemikalien-getränkte Stoffstücke mitgebracht, die wir mit unterschiedlichen Materialien abgedeckt und in die pralle Sonne gelegt haben.
Besonders schön wurden Glasdurch-leuchtungen, wie Splitterbruch von Autoscheiben, Abfälle vom Perlenwickeln oder Nuggets.
Auch gepresste Pflanzenteile bringen gute Ergebnisse. Scharf abgebildet werden nur die Umrisse, die direkt auf dem Stoff aufliegen.
Schon ein kleiner Abstand bringt Unschärfe hinein.
Werden die Pflanzen mit einer Glasplatte abgedeckt, werden die Scheibenkanten mit abgebildet.
Nach der Belichtung werden die Stoffe in Zitronensäure ausgespült, dabei verlieren sich die Brauntöne.
Dieses Jahr haben wir unter anderem das Blausonnen wiederholt.Barbara hat fertig vorbereitete, chemikalien-getränkte Stoffstücke mitgebracht, die wir mit unterschiedlichen Materialien abgedeckt und in die pralle Sonne gelegt haben.
Besonders schön wurden Glasdurch-leuchtungen, wie Splitterbruch von Autoscheiben, Abfälle vom Perlenwickeln oder Nuggets.
Auch gepresste Pflanzenteile bringen gute Ergebnisse. Scharf abgebildet werden nur die Umrisse, die direkt auf dem Stoff aufliegen.Schon ein kleiner Abstand bringt Unschärfe hinein.
Werden die Pflanzen mit einer Glasplatte abgedeckt, werden die Scheibenkanten mit abgebildet.
Nach der Belichtung werden die Stoffe in Zitronensäure ausgespült, dabei verlieren sich die Brauntöne.
Je nach Belichtungsdauer ergeben sich unterschiedliche Blautöne. Die variieren nicht nur in der Dunkelheit, sondern auch im Farbton, der mehr oder weniger Grünanteile im Blau aufweisen kann.
Das Foto zeigt zwei Stoffe, der linke wurde mit Glasnuggets uns Reiskörnern belichtet, der rechte mit Grassamenständen unter einer Glasplatte.
Donnerstag, 18. Juli 2013
Nachtrag zu "Rot"
Ich habe fertig!
Und weil Marienkäfer von künstlichem Licht angezogen werden, habe ich gleich noch einen Lichtstrahl mit nachtleuchtendem Garn hineingequiltet - bei Dunkelheit sieht der Quilt so aus, wie im rechten Foto.
Und weil Marienkäfer von künstlichem Licht angezogen werden, habe ich gleich noch einen Lichtstrahl mit nachtleuchtendem Garn hineingequiltet - bei Dunkelheit sieht der Quilt so aus, wie im rechten Foto.
Samstag, 13. Juli 2013
Ich sehe Rot
Neben der Schnipsi Gruppe bin ich noch Mitglied in drei weiteren Patchworkgruppen: bei den Freischerlern, bei den Twisted Stitchers in Dallas, Texas und in einer neuen Gruppe, die so neu ist, dass sie noch keinen Namen hat. Aber wir haben schon ein gemeinsames Thema, an dem wir arbeiten: Rot. Alles andere wie Format, Technik, Material etc. ist egal, Hauptsache Rot. Und wie es der Teufel will, haben sich die Twisted Stitchers auch vorgenommen, kommenden März eine Gruppenausstellung in Dallas zu organisieren. Thema: Rot. Ich habe vereinbart, dass ich nur einen Quilt machen werde, der bei beiden Gruppen "zählt".
Also habe ich erst einmal Rot gefärbt. Viiiieeel Rot.
Und eine ganze Menge Magenta und Lila, wie es sich herausstellte. Aber das war eher ein Versehen.
Die "Fehler" hab ich aussortiert und für das nächste Projekt zur Seite gelegt und gleich nochmal Rot gefärbt.
Das Top für mein großes Projekt darf ich vor der offiziellen Veröffentlichung noch nicht zeigen, aber es blieb genug Seide übrig, um einen kleinen Quilt (40 x 80 cm) zu machen, der zu meinen anderen Kalenderquilts passt. (Wer die noch nicht kennt, kann sie unter http://www.barbaralange.com/monochrom%20gallery.htm anschauen). Und er ist dem Großen sehr ähnlich.
Welches Insekt ich auf den Großen sticken werde, weiß ich noch nicht so genau, aber wenn ich mir das Zentrum von diesem hier so anschaue, dann schreit der Kleine geradezu nach einem Marienkäfer....
Übrigens habe ich gestern erfahren, dass mein Quilt "Monochrom IX - Die Bienenkönigin" in Val d'Argent in dem Wettbewerb "Verformung" angenommen wurde. Auch hier kann ich die Bilder noch nicht zeigen, aber freuen darf ich mich heute schon!
Also habe ich erst einmal Rot gefärbt. Viiiieeel Rot.
Und eine ganze Menge Magenta und Lila, wie es sich herausstellte. Aber das war eher ein Versehen.
Die "Fehler" hab ich aussortiert und für das nächste Projekt zur Seite gelegt und gleich nochmal Rot gefärbt.
Das Top für mein großes Projekt darf ich vor der offiziellen Veröffentlichung noch nicht zeigen, aber es blieb genug Seide übrig, um einen kleinen Quilt (40 x 80 cm) zu machen, der zu meinen anderen Kalenderquilts passt. (Wer die noch nicht kennt, kann sie unter http://www.barbaralange.com/monochrom%20gallery.htm anschauen). Und er ist dem Großen sehr ähnlich.
Welches Insekt ich auf den Großen sticken werde, weiß ich noch nicht so genau, aber wenn ich mir das Zentrum von diesem hier so anschaue, dann schreit der Kleine geradezu nach einem Marienkäfer....
Übrigens habe ich gestern erfahren, dass mein Quilt "Monochrom IX - Die Bienenkönigin" in Val d'Argent in dem Wettbewerb "Verformung" angenommen wurde. Auch hier kann ich die Bilder noch nicht zeigen, aber freuen darf ich mich heute schon!
Abonnieren
Posts (Atom)















