Dienstag, 2. Februar 2016

Eindrücke aus Lennep

Am Sonntag, den 31.1. war ich in Lennep, um die Strahlenausstellung zu besuchen und einen kurzen Vortrag über die Arbeiten zu halten. Hier ein paar Eindrücke:
Auf der linken Seite das Tuchmuseum, auf der rechten das Röntgenmuseum - die Ausstellung findet in beiden Museen parallel statt.  Ich finde die Kombination für dieses Thema so cool!



Das Tuchmuseum ist etwas älter...


...hat aber viel Charme...



...und beherbergt einen Teil der internationalen Arbeiten und ein paar Quilts von den Freischerlern.


Links im Bild eine Arbeit von Aina Muse aus Lettland, rechts ein Stück von Gabriele Schulz-Herzberger
 

Das Röntgenmuseum auf der anderen Seite ...


.... wurde ganz neu hergerichtet...

 .. und ist super modern.


Hier sind die übrigen internationalen Arbeiten, ...


 ... ein weiterer Teil der Freischerler Qults...


... und die Kunstwerke von den Freisinger Schnipsis zu bewundern. 



Bis zum 29.2.16 haben Sie noch Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen!

Sonntag, 1. November 2015

radioaktiv



Der Name meines Quilts ist "radioaktiv". Radioaktivität ist für mich untrennbar mit dem Thema Strahlung verbunden. Deshalb habe ich mich dafür entschieden.

Wenn ich an Strahlung oder Radioaktivität denke sind diese Begriffe für mich in erster Linie mit negativen Assoziationen wie Atombombe oder Gesundheitsschäden verbunden. Erst beim genaueren Hinsehen merkte ich, dass atomare Strahlung auch positive Aspekte hat, wie sie beispielsweise die Strahlenmedizin zeigt. Trotzdem überwiegen in meinem Bewusstsein die negativen Auswirkungen von Kernzerfall.
In meinem Quilt wollte ich die unterschiedlichen Seiten von Radioaktivität zum Ausdruck bringen. So symbolisieren die grünen Begriffe die positiven, die schwarzen Begriffe die negativen und die blauen Begriffe die neutralen Aspekte von Radioaktivität. Alle zusammen bilden sie das Trefoil - das internationale Warnzeichen für radioaktive Stoffe.







Dienstag, 20. Oktober 2015

Auf Tuchfühlung mit Röntgen

 
"Radiation" in Lennep
 
 
 
Im Geburtsort von Wilhelm Conrad Röntgen, in Lennep, im Bergischen Land, östlich von Köln, präsentieren das Deutsche Röntgenmuseum und das Tuchmuseum Lennep
vom 19.11.2015 - 28.2.2016
eine Auswahl unserer Quilts zum Thema "Strahlung".
Hier der Flyer zur Ausstellung:
 

 
Zur besseren Lesbarkeit, bitte den Link anklicken.
 

Dienstag, 1. September 2015

Kalenderblatt September 2015 von Margit Hettler

Plutonium

ist ein hochradioaktives silberglänzendes Schwermetall. Es kommt nur in kleinsten Spuren in der Natur vor und entsteht in erster Linie beim Betrieb von Kernreaktoren.



Ich verbinde dieses chemische Element sofort mit dem Begriff Strahlung und habe mich deshalb bei der Themenwahl für dieses Kalenderprojekt ziemlich schnell dafür entschieden.
Das Top habe ich aus selbstgefärbten (farblich strahlenden) Baumwollstoffen in erster Linie mit der Teppichschnittmethode zusammengesetzt. Der Quilt beschreibt einige Kerndaten und Atomeigenschaften des chemischen Elements, die ich mit Hilfe von Leslie Riley´s Transfer Artist Paper auf den Stoff aufgebügelt habe. Zentrales Thema ist die Elektronenkonfiguration. Hierzu habe ich entsprechend dem Bohr´schen Atommodell die Anzahl und Position der Elektronen auf den Schalen durch aufgenähte Beilagscheiben aus Metall auf gequilteten Kreisen markiert. Die dreidimensionale Darstellung des Atommodells erfolgte mittels Siebdruck.

Sonntag, 16. August 2015

Mini-Strahlen-Ausstellung in Russland

Meine Reise nach Russland war seit Oktober 2014 im Gespräch, aber bis zum Schluss war unklar, ob sie wirklich stattfinden würde. Daher konnte ich auch nie eine richtige Strahenausstellung dort vereinbaren. Aber als 5 Tage vor Abflug alles in trockenen Tüchern war, habe ich die Schnipsis spontan alarmiert und so konnte ich mit 7 Arbeiten im Gepäck starten.


Erstes Ziel war das Patchworkfestival in Suzdal. Ein wunderschöner Ort, mit eigenem Kreml, wo zum ersten Mal ein Festival stattfand.








Im Rahmen des Gala-Dinners haben wir ein spontanes Show-And Tell gemacht, bei dem die Quilts große Aufmerksamkeit und Bewunderung fanden.


Zwite Station war Ivanovo. Das Festival ist mittlerweile gut etabliert und wird immer von einem Symposium begleitet.
 
Auch hier hatten wir die Gelegenheit, die Arbeiten im Rahmen eines Show-and-Tells zu zeigen. Eine willkommene Abwechselung nach den vielen PowerPoint Präsentationen.





In Ivanovo ist sogar das Radio auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und hat um ein Interview gebeten.


Vielen Dank an Julia Ivanova, Rimma Bybina und Gül Laporte für ihr Engagement und Unterstützung!

Mittwoch, 3. Juni 2015

Kalender 2015 - Juni

Eva Wöhrl
Versenkt und vergessen





Das Thema "Strahlen" bereitete mir von Anfang an Kopfschmerzen, denn ich konnte wenig positive Aspekte dazu finden. Berichte über die Entsorgung von Atommüll in den Weltmeeren brachten mich auf die Idee zu meinem Quilt "Versenkt und vergessen". Ich wollte auf der einen Seite die intakte Natur und auf der anderen ihre Zerstörung zeigen. Alte, lange gesammelte Siebdruckstoffe von Paapje und selbstgefärbte Baumwollstoffe kamen zum Einsatz, ergänzt durch Applikationen und freie Stickerei. Immer wieder war ich nahe daran den begonnenen Quilt zu "entsorgen", da ich nicht wirklich zufrieden damit war. 
Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass der Quilt frei hängt und auch die Rückseite zu sehen ist und so habe ich Berichte und Bilder zum Thema "Atommüllentsorgung" mit Hilfe von Fototransfer auf Stoff übertragen, zerschnitten und wieder zusammengefügt auf der Rückseite platziert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch Frieden mit diesem Projekt geschlossen. 




Samstag, 23. Mai 2015

Herausforderung der besonderen Art

Meine Nähkenntnisse kamen mir zu Gute, als es galt, einen Gartenzwerg in Form einer Domina gesellschaftsfähig einzukleiden und in ein repräsentatives Abschiedsgeschenk für meine frühere Chefin zu verwandeln. Die Idee für die Figur kam natürlich aus dem Kreis der männlichen Arbeitskollegen und sollte als bleibende Erinnerung an unsere Abteilung einen Geschenkgutschein ergänzen.






Die Stickerei fertigte Barbara an und ich konfektionierte das Mäntelchen.
Damit Außenstehende nicht auf falsche Gedanken kommen: Mit den süßen Reizen ist der immer gut gefüllte Süßigkeitenteller im Zimmer unserer Ex-Chefin gemeint.
Das Geschenk ist bei ihr - wie erhofft - gut angekommen und hat im Rahmen einer kleinen Abschiedsfeier zu allgemeiner Erheiterung beigetragen.